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Nach Hause


Ich weiß nicht ob es nicht vermessen ist, doch möchte und muss es versuchen. Tag für Tag schwirren Gedanken in meinem Kopf; Überlegungen wie ich den Weg zurück in meine Heimat finde und ob ich mein Ziel überhaupt noch in die Tat umsetzen kann. Ich lebe ungefähr 700 km weit entfernt von dieser. Ein Mann und eine schlechte Entscheidung haben mich hier her geführt. Ich bin so unglücklich hier und mittlerweile schon depressiv. Gern würde ich die Wohnung kündigen und einen Rucksack packen und weg von hier. Aber es ist nicht so einfach. Ein Kind habe ich; fast zwei Jahre alt. Der Erzeuger kümmert sich nicht und macht mir im Gegenteil das Leben noch schwerer. In der Schwangerschaft habe ich noch eine Umschulung abgeschlossen und möchte auch wieder arbeiten, sobald der Kleine in den Kindergarten geht. Aber ich möchte nicht, dass er es hier tun wird. Ich mag diese Großstadt nicht; ich komme mit der Mentalität der Menschen nicht zurecht. Es ist alles so anders und grau. Ich bin aus einer kleineren Stadt aus dem Ruhrgebiet und finde mich hier nicht ein. Ich möchte mit dem Kleinen durch den Wald spazieren, Enten füttern, Ostereier suchen, bei geöffneten Fenster schlafen können. Das Leben, welches ohnehin schon schwer als alleinerziehende Mutter ist- ohne Freunde, Familie- möglichst schön gestalten; für meinen Sohn. Ich vermisse meine Heimat so sehr und meinen Bruder. Der einzige Mensch, den ich sonst noch habe. So weit weg. Ich bin kurz davor, meine Wohnung dennoch zu kündigen, aber die Sachen, das Inventar, kann ich dieses Mal nicht aufgeben. Nicht mit Kind. Mir fehlen die finanziellen Mittel. Für eine kurzfristige Einlagerung der Möbel und Transport. Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Ich habe schon viel im Leben durchgemacht und es würde mir nicht an Kämpfernatur mangeln. Ich habe meine Eltern früh verloren, bin fast an einer Autoimmunkrankheit gestorben und habe nun Probleme mit der Schilddrüse. Ich habe immer gekämpft, und tue es noch- Tag für Tag. Besonders für meinen Sohn. Aber ich möchte es so einfach nicht mehr. Ich wünsche ihm etwas Besseres und mir, dass ich dies noch miterleben darf. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben und bin für jede Hilfe dankbar. Sollte überhaupt irgendetwas zusammenkommen, verspreche ich euch zumindest diesen Betrag irgendwann an den Malteser Verein- Letzer Wunsch zurückzuspenden.



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