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Licht an ! Licht an !


It hurts so bad, it's been so long

Mama, I'm coming home !

 


Ich habe lange überlegt, ob ich um Hilfe bitten soll. Ob mein Anliegen es Wert ist, ob jemand überhaupt helfen wird. ABER heute bin ich zum Entschluss gekommen: es ist es Wert ! Und egal ob jemand hilft oder nicht, wenigstens habe ich es dann versucht.

 


2014 verlor ich meine Mutter. Sie litt lange unter der Erkrankung ,,Guillian barré syndrom“, dies begann 2008, damals war ich 12 und total überfordert mit der Situation. Meine Mutter hatte nur mich, da ich ihr einziges Kind war. Mein Vater hat uns verlassen als ich 4 war (er ist kein böser Mensch, im Gegenteil. Aber er war eben nicht da.)

 


,,Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist für Betroffene + Angehörige beängstigend. Ohne erkennbare Auslöser mit Rücken- und Gliederschmerzen sowie Missempfindungen an den Extremitäten beginnend, entwickelt sich innerhalb von Tagen eine aufsteigende Lähmung. Die Lähmung schließt häufig auch die Atemmuskulatur und Hirnnerven ein, in manchen Fällen führt es zum Tod.“

 


Ich versuchte eine gute Tochter zu sein, aber ich habe es nicht geschafft, ihr den Schmerz wegzunehmen. Sie gab ihr bestes und verlor nie ihr Lächeln, obwohl sie Tränen in den Augen hatte. 

Januar 2014 wurde sie nach Deutschland eingeflogen, denn ihre Situation verschlimmerte sich enorm. Sie konnte nicht mehr laufen oder klar denken, hatte keine Kraft mehr für die geringste Bewegung, nahm immer mehr ab. 

Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, ihre Mutter (meine Oma) versuchte sie zu pflegen und aufzumuntern. Doch 4 Monate später starb meine Mama. Ich konnte sie nicht besuchen, weder lebend im Krankenhaus, noch tot zur Beerdigung, da ich zu der Zeit keine gültigen Pässe hatte. Keinen Abschied von ihr nehmen zu können, war hart und belastet mich bis heute. 

1 Jahr später, Juni 2015, bestand ich mein Abitur und kam nach Deutschland, um mir ein neues, erfolgreiches und ,, glückliches“ Leben aufzubauen. Ich machte ein soziales Jahr, lernte neue Freunde kennen, fing ein Studium  an.. doch immer wieder brach ich zusammen: Albträume, Schuldgefühle, Trauer. Ich war in Therapien, wurde mit Borderline und PTSD diagnostiziert. Ihr Tod war nicht die einzige traumatische Erfahrung, die ich erfahren musste. Viele Verluste, wiederholter sexueller Missbrauch in der Kindheit, Tod meiner Hunde und Katzen, Mobbing, etc, doch nichts hat mich so sehr getroffen, so lange getroffen, wie die Krankheit und der Tod meiner Mutter. 

 


Um zum Punkt zu kommen: Damals, als wir aus Deutschland ausgewandert sind, hat meine Mutter hart gearbeitet, um uns ein Haus bauen zu lassen. Es war keine Luxusvilla , aber trotzdem liebevoll eingerichtet und groß. Genug Platz für all unsere Tiere und für uns.

Dieses Haus steht nun seit 7 Jahren leer. Meine Kindheit verbinde ich mit diesem Haus, meine Mutter sehe ich in diesem Haus, so viele Dinge verbindet mich mit dem Haus. Es ist zu schade, dass ich nie wieder in dem Haus wohnen werde, nie meine Mutter dort wieder sehen kann. Aber ich dachte mir, ich muss wenigstens etwas gutes tun, das Haus für meine Mutter so nutzen, dass sie stolz wäre. Also habe ich mich dazu entschieden, das Haus meiner Kindheit zu einer Musikschule für Kinder und Jugendliche zu verwandeln.

Alles renovieren, streichen, Gitarren und andere Instrumente besorgen, ehrenamtliche finden die den Kindern und Jugendlichen die Musik unterrichten. Denn dort gibt es keine einzige Musikschule. Aber viele Menschen dort wünschen sich das. Es würde vielen helfen, Hoffnung geben, eine Chance geben etwas zu lernen und erreichen, verbinden, von der Straße wegbringen und einen Ort verschaffen, wo sie sich positiv austoben und austauschen können. 

 


Um das zu verwirklichen, brauche ich eure Hilfe ! 

Es würde helfen, etwas Frieden in mir selbst zu finden, es würde meine Mutter ehren und es würde vielen jungen Menschen einen Traum verwirklichen !!! 

 

Wenn Du helfen kannst, bitte hilf mir bei diesem kleinen Projekt:)

 


Ich wünsche jedem Spender, dass er selbst seinen Frieden findet. Sich selbst verzeiht, seiner Familie verzeihen kann und diese auch ihm verzeiht und liebt. 

 


Danke !

 


J.



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