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Ich möchte ein normales Leben führen

Ich sammel Spenden, weil ich ein würdevolles Leben führen möchte.

Guten Tag!
Ich möchte nicht unhöflich sein, ich wünsche mir lediglich ein ganz normales und würdevolles Leben.
Als ich ein Kind war, wollte ich später arbeiten, Kinder und ein eigenes, kleines Haus haben. Ich habe mir nie die Welt gewünscht, bloß die Dinge, die jeder Mensch gerne hätte.
Bei Pflegeeltern, die sehr liebevoll waren, wurde ich groß, weil meine leiblichen Eltern Alkoholiker und zudem Drogenabhängig waren. Hinzu kommt, meine leibliche Mutter litt unter der Krankheit Schizophrenie.
Ich wurde also als ihr „Seelenmülleimer“ groß. Als Kind versteht man die Ungerechtigkeit hinter diesen Worten nicht und denkt, wie schön es doch ist, seiner Mutter helfen zu können.
Mit 12 lernte ich meinen Erzeuger kennen und musste aufgrund seines Verhaltens sehr schnell ihn wieder abbrechen. Mit 15 zwang er mich zum Kontakt und mein Sozialarbeiter sagte dazu:
„Jeder reißt an dir herum. Dass du aber ein eigenständiger Mensch bist, verstehen sie nicht!“
In diesem Jahr verstarb meine leibliche Mutter an ihrer Alkoholsucht.
Schließlich wurde ich eingewiesen, und die Diagnose, Bi-Polare Störung, wollte nicht in meinen Kopf! Ich hatte bereits eine Zusage für meine Arbeitsstelle und man sagte mir mit 15, mein Leben sei vorbei!
Meine Pflegeeltern waren mit meinem Verhalten überfordert und ich wurde in ein Heim gegeben, das herausreißen aus meinem Umfeld zerriss auch etwas in mir!
Ich musste in 4 Heime insgesamt, in 3 wurde ich gemobbt, die Bewohner drohten mir sogar mit Mord! Schließlich landete ich in Duisburg komplett alleine auf der Straße.
Glücklicherweise kam ich in einer Psychiatrie unter und von dort in meine eigene Wohnung. Endlich, dachte ich, würde ich arbeiten! Ich kam in eine Maßnahme und wurde wieder- gemobbt. Aufgrund, dass wir in den Heimen nie raus durften, war ich stark zurückgeblieben.
3 Monate später wurde ich Schwanger, ich hielt den Test sogar in der Hand, als mich Mädchen anbrüllten, dieser sei gefälscht und sie würden mir in den Bauch treten, wenn ich weiter solche „Lügen“ erzählen würde.
Die einzigen, die in dieser Zeit zu mir standen, waren meine Pflegeeltern. Mein Erzeuger nutzte meine Hilflosigkeit aus und belästigte mich. Nach der Geburt sollte er sagen „Übrigens, ich habe dich so fertig gemacht in der Schwangerschaft, weil ich wollte, dass du krank wirst! Lieber ein totes Kind, als eins, dass bei dir groß wird!“
Nach der Geburt bekam ich selbst die Diagnose Schizophrenie.
Das ist so die Spitze des Eisbergs, was ich erlebt habe. Ich habe es soweit verarbeitet mit Therapeuten, aber natürlich bleibt die Erinnerung in meinem Kopf. Ich gehöre zu den wenigen mit meiner Diagnose, die wirklich Krankheitseinsichtig sind. Meine Tochter ist heute fast 5 Jahre alt und lebt glücklich in einer Pflegefamilie. Ich möchte ihr Glück nicht zerstören, denn ich weiß, wie sich herausreißen anfühlt!
Zur Zeit lebe ich von Grundsicherung. Ich werde niemals arbeiten können, und ich weiß auch, dass ich sehr viel erwarte. Es sind Wünsche, die ich mir unter „Normalen“ Umständen selbst erfüllt hätte. Deshalb bitte ich Sie, mich zu unterstützen. Ich würde gerne ein kleines Haus haben im Oberbergischen Kreis kaufen und genug Geld haben, um mir immer Essen leisten zu können. Ich wünsche mir einfach ein ganz normales Leben und das Geld, wenn ich soweit bin, ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen aus dem Ausland adoptieren zu können. Wie gesagt, wenn ich soweit bin.
Zudem würde ich gerne einen Kurs an der Internationalen Lernschule in Musik machen, da ich Musik liebe und sie mich ablenkt von der Welt da draußen. Derzeit weigert sich jeder, mir dieses Geld zu gewähren.
Ich hoffe, so viel Geld zusammen zu bekommen, dass ich mein Leben lang 200€ mehr im Monat habe, um mir Essen und endlich mal frisches Trinken leisten zu können.
Ich möchte einfach ein ganz normales Leben führen und nicht, dass ich nicht einmal genug Geld habe, um die Wände zu streichen und keinen vernünftigen Boden verlegen zu können.
Eine junge Frau, die 26 Jahre alt ist und immer arbeiten wollte, hat das in meinen Augen nicht verdient!
Bitte bringen Sie ein klein wenig Gerechtigkeit in mein von Sorgen und Verzicht geprägtes Leben.

Herzlichst, Ihre Chantal Müller



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