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Hilfe ich habe mein Leben nicht unter Kontrolle

Hilfe. Schulden. Waschmaschine. Kleidung. Nahrung

Hallo alle miteinander.


In erster Linie möchte ich mich Euch allen gerne vorstellen.

Ich heiße Pierre, bzw. Pia Langen.

Ich bin ein Transvestit, der sich gerne und täglich als Frau kleidet und gelegentlich schminkt.

Ich bin 31 Jahre alt und wohne seit 2012 in Mainz.


Allerdings lebte ich bis letztes Jahr im November mehr oder weniger auf der Straße.

Oftmals war ich wegen Depressionen und Selbstmordgedanken in der Psychiatrie in Mainz stationiert. 

Genauso wie im letztem Jahr Oktober.

Nachdem mir sämtliche Sachen wie Kleidung, Hygieneartikel und und wichtige Dokumente, während ich geschlafen habe, entnommen wurden, meldete ich mich zum letzten Mal in der Klinik und habe glücklicherweise, während diesem Aufenthalt, eine Wohnung gefunden.


Aber ich erzähle Euch, so kurz es möglich ist mal meine Vorgeschichte.


An meine Kindheit kann ich mich leider so gut wie gar nicht mehr erinnern. 

Ich wuchs allerdings in einer kleinen, sehr zerrütteten Familie aus. Meine Mutter verließ meinen leiblichen Vater als ich gerade einmal 2 Jahre alt war. Nahtlos heiratete meine Mutter einen Mann, von dem ich annahm, bis ich 11 Jahre alt war, dass er mein leiblicher Vater sei. Als meine Mutter sich auch von diesen Mann trennte, erfuhr ich, dass dieser Mann nicht mein Vater sei und meine Schwester nur meine Halbschwester sei.

Zwar ließ ich mir zu diesem Zeitpunkt nichts anmerken, kämpfte aber dennoch mit mir selber.

In dieser Zeit wollte ich lieber ein Mädchen als ein ein Junge sein, da ich annahm, dass alle Männer böse sind.

Ich erzählte niemanden von diesen Gedanken, weil ich wusste, dass dies nicht normal ist.

Mit 13 Jahren kam ich in die Kinderpsychiatrie, weil meine Mutter nicht wusste, was mit mir los war. Auch in dieser Klinik erzählte ich nichts von mir. Die Diagnose:Depressionen. Aber die Ärzte fanden die Ursache nie heraus.


Erst mit 21 Jahren, erzählte ich einer Therapeutin von diesem Wunsch und sie erklärte mir, dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, der lieber eine Frau sein wolle.

Als ich mich meiner Mutter und meinem Stiefvater öffnete, bekam ich nicht das Verständnis und die Unterstützung, die ich mir erhoffte. 

Mein Stiefvater meinte sogar, dass ich gar nicht wüsste, was ich meiner Mutter damit antue.

Also beschloss ich mein Leben woanders neu anzufangen.

Durch eine Freundin, die ich im Internet kennen gelernt habe, zog ich 2012 nach Mainz in ein betreutes Wohnen.

Nach einem Jahr, wo ich dort lebte musste diese Wohngruppe geschlossen werden.

Ich fand leider Gottes keine Wohnung oder WG, wo ich danach leben konnte und landete dadurch auf der Straße.


Da ich in dieser Wohngruppe anfing mich auch als Frau zu kleiden und zu schminken, wurde ich in einem Obdachlosenwohnheim gemobbt, beschimpft und bedroht. 

Also beschloss ich auf der Straße zu leben und schlief in Tiefgaragen zwischen Autos. Ab und zu wurde mir alles zu viel und ich meldete mich freiwillig in der Psychiatrie und wurde auch fast immer aufgenommen.

Doch an meiner dauerhaften Obdachlosigkeit änderte sich nie etwas.

Erst letztes Jahr im November, als ich das letzte Mal in dieser Klinik war, fand ich eine kleine Wohnung in Mainz-Finthen.

Bis heute, also ein Jahr später leide ich stark unter Einsamkeitsgefühle und kann mir nur mit der Anwesenheit anderer Menschen; In meinem Fall fahre ich gerne Bus und Bahn, nur unter Menschen zu sein. Dennoch traue ich mich niemals mit anderen Menschen zu sprechen. 

Zum einen werde ich oft dumm angeschaut oder beleidigt, weil ich mich als Frau kleide und schminke, bzw. die Nägel lackiere.

Zum anderen bin ich viel zu schüchtern um Gespräche zu beginnen.


Zu meinen Problemen:

In meiner neuen Wohnung musste ich den Fernsehanschluss anmelden und habe einen Vertrag bei Vodafon gemacht.

Dieser Vertrag beinhaltet Fernseher, Internet und Telefon.

Seit Vertragsbeginn ging ich davon aus, dass die monatliche Rechnung von meinem Konto abgezogen wird.

Erst heute, den 13.11.2019 bemerkte ich, dass ich gewisse TV-Programme nicht mehr schauen konnte. Dann bemerkte ich auch noch, dass mein Internet zwar noch da ist, aber auf ein Minimum reduziert wurde. Ich kann also quasi gar keine Internetseite mehr aufrufen.

Als ich auf der Webseite von Vodafon schaute, las ich, dass ich eine sehr hohe, offene Rechnung zu begleichen habe.


In den letzten Wochen geht bei mir alles drunter und drüber.

Mein Onkel verstarb vor ein paar Wochen und ich muss am 18.11.2019 das erste Mal auf eine Beerdigung.

Der Druck meine Familie wieder zu sehen und mit ihnen zu reden ist ein kleines Problem von mir.

Diese Einsamkeit in mir ist glaube ich das größere Problem.


Zu den Schulden bei Vodafon kommt es, weil ich noch andere Rechnungen, bzw. Schulden aus früherer Zeit bezahle und nur von Arbeitslosengeld lebe.

Aber auch da bin ich dabei das zu ändern. Allerdings erstmal mit kleinen Schritten. Im Februar 2020, werde ich an einer Maßnahme teilnehmen, die mir dabei helfen, eine Psychologin, Psychiaterin und psychosoziale Betreuung zu beantragen.

Gleichzeitig mache ich einen EDV-Kurs und führe Gespräche, um herauszufinden welcher Beruf für mich am besten geeignet ist. So die Worte vom Informationsgespräch dort.

Zu einem früheren Zeitpunkt war an Arbeit oder Ausbildung leider nicht z denken.

Die meisten kennen diese Probleme nicht und verstehe nicht, wieso ich nicht arbeiten konnte.

Aber in dieser Hinsicht blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft.


Dennoch besteht das Problem mit der offenen Rechnung, wobei noch weitere Probleme dazu kommt.

Zum einen habe ich keine eigene Waschmaschine und muss deshalb ständig in ein Waschsalon meine Wäsche waschen, das auch ziemlich teuer auf Dauer ist.

Zum anderen habe ich kaum bis gar keine Winterkleidung. Ich benötige sehr dringend Winterschuhe und eine Winterjacke.

Meine Schuhgröße ist 40/41, Oberteile passen mir in Größe M/L und Hosengröße 36 oder kleiner.

Da ich mich ausschließlich als Frau kleide, bevorzuge ich somit selbstverständlich Frauenkleidung. :-)


Aus all diesen Gründen starte ich jetzt diesen Spendenaufruf, obwohl ich weiß, dass es sehr unverschämt von mir ist und ich mich auch dafür schäme.

Aber da ich keinerlei Unterstützung von Freunden oder Familie erhalte, weil ich kaum bis gar niemanden habe, wende ich mich öffentlich an Euch, in der Hoffnung auf Verständnis bei der/dem einen oder anderen zu stoßen.

Es mag sein, dass andere größere Probleme wie ich haben. Aber wie jeder mit egal welchem Problem umgehen kann oder nicht, ist unterschiedlich.

Ich möchte nur ungerne wieder in die Klinik, wo mir am Ende doch nicht geholfen wird. Ich bezweifle nämlich, dass diese Klinik mir dabei hilft diese Rechnungen zu begleichen.


Ich wende mich wirklich nur ungerne an Euch, weil ich mich dafür schäme. Aber ich bin wirklich hilflos und völlig am Ende.


Ich bedanke mich fürs Zuhören und hoffe auf ein paar Positive Antworten.


Liebe Grüße


Eure Pia

Pierre Langen
14-11-2019

Hello everybody.

First and foremost I would like to introduce myself to you all.

My name is Pierre or Pia Langen.

I am a transvestite who likes to dress as a woman every day and makes up her face occasionally.

I am 31 years old and live since 2012 in Mainz.

However, I lived more or less in the street until last year in November.

Often I was stationed because of depression and suicidal thoughts in psychiatry in Mainz.

Just like last year October.

After all the clothes, toiletries and important documents were taken from me while I was asleep, I logged in to the clinic for the last time and, luckily, during this stay, found a place to live.

But I'll tell you, as briefly as possible is my history.

Unfortunately, I can hardly remember my childhood.

However, I grew up in a small, very broken family. My mother left my birth father when I was just 2 years old. Seamlessly, my mother married a man whom I assumed to be my biological father until I was 11 years old. When my mother separated from this man, I learned that this man was not my father and that my sister was only my half-sister.

Although I did not show anything at the time, I still fought with myself.

At that time, I wanted to be a girl rather than a boy, assuming that all men are evil.

I did not tell anyone about these thoughts because I knew that was not normal.

At the age of 13, I went into child psychiatry because my mother did not know what was wrong with me. Also in this clinic I did not tell anything about myself. The diagnosis: depression. But the doctors never found out the cause.

At the age of 21, I told a therapist about this desire and she explained that I'm not the only person in the world who would rather be a woman.

When I opened up to my mother and stepfather, I did not get the understanding and support I hoped for.

My stepfather even said that I did not know what to do to my mother.

So I decided to start my life somewhere else.

Through a friend I met on the internet, I moved to Mainz in 2012 for assisted living.

After a year where I lived there, this group had to be closed.

Unfortunately, I found no dwelling or flat where I could live and ended up on the street.

Since I started to dress and make up as a woman in this group, I was bullied, insulted and threatened in a homeless dorm.

So I decided to live on the street and slept in underground garages between cars. From time to time, everything became too much for me and I volunteered for psychiatry and was almost always admitted.

But my permanent homelessness never changed anything.

Only last year in November, when I was last in this clinic, I found a small apartment in Mainz-Finthen.

To this day, one year later, I suffer greatly from a sense of loneliness and can only with the presence of other people; In my case, I like to travel by bus and train, just to be among people. Still, I never dare to talk to other people.

On the one hand I am often stupidly looked at or insulted, because I dress and make up as a woman, or paint my nails.

On the other hand, I'm too shy to start talking.

To my problems:

In my new apartment I had to register the TV connection and have made a contract with Vodafon.

This contract includes TV, internet and telephone.

Since the beginning of the contract, I have assumed that the monthly bill will be deducted from my account.

Only today, the 13.11.2019, I noticed that I could not watch certain TV programs anymore. Then I also noticed that my internet is still there, but has been reduced to a minimum. So I can call virtually no website.

When I looked at the website of Vodafon, I read that I have a very high, open bill to settle.

In the last few weeks everything is going on and on.

My uncle died a few weeks ago and I have to go to a funeral on 18/11/2019 for the first time.

The pressure to see my family again and talk to them is a minor problem of mine.

This loneliness in me is the bigger problem, I think.

The debt at Vodafon comes because I pay other bills or debts from earlier time and live only on unemployment benefits.

But I'm about to change that, too. But first with small steps. In February 2020, I will participate in a scheme that will help me apply for a psychologist, psychiatrist and psychosocial care.

At the same time I'm doing a computer course and have discussions to find out which profession is best for me. So the words from the briefing there.

At an earlier point in time, work or training was not thinkable.

Most do not know these problems and do not understand why I could not work.

But in this regard, I look to the future with hope.

Nevertheless, there is the problem with the open bill, with even more problems.

For one, I do not have my own washing machine and therefore I have to constantly wash my clothes in a laundromat, which is also quite expensive in the long run.

On the other hand, I have little or no winter clothes. I very badly need winter shoes and a winter jacket.

My shoe size is 40/41, tops fit me in size M / L and pants size 36 or smaller.

Since I dress exclusively as a woman, I therefore obviously prefer women's clothing. :-)

For all these reasons, I now start this call for donations, although I know that it is very outrageous of me and I am ashamed of it too.

But since I do not get any support from friends or family because I have little to no one, I openly turn to you in the hope of understanding with one or the other.

It may be that others have bigger problems like mine. But how everyone can deal with any problem or not is different.

I just do not want to return to the clinic, where I will not be helped in the end. I doubt that this clinic helps me to pay these bills.

I really do not like to turn to you because I'm ashamed of it. But I'm really helpless and totally at the end.

I thank you for listening and hope for some positive answers.

best regards

Your Pia


 

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