Hilfe für unser Dorf in Sri Lanka

Hilfe für unser Dorf in Sri Lanka | Spenden sammeln
 
 

Moin, moin,

Wir suchen dringend Lebensmittel für hungernde Menschen im Dorf meiner Frau in Sri Lanka.

Oster-Attentate 2019, Corona, ein Schiffsunglück mit 100 km verseuchten Stränden und Fischereiverbot, Verbot von Düngemittel und in der Folge starker Ernteeinbruch, Währungsverfall, explodierende Preise, Mangel an: Treibstoffen, Gas, Lebensmittel, Speiseöl, Milchpulver - stundenlanges anstehen für all diese Dinge,  Staatsverschuldung und jetzt der Staatsbankrott. All das innerhalb von 3 Jahren hat viele Menschen in die Arbeitslosigkeit, Ruin, Armut,  Hoffnungslosigkeit und Tod geführt.

Zuvor war Sri Lanka ein hoffnungsvoll aufblühendes Land mit wachsenden Tourismus, genug Arbeit und Einkommen für die täglichen Bedürfnisse. Bekannt als Perle im indischen Ozean, oft empfohlen als eines der besten Reiseziele in Asien. Alleine aus Russland, Ukraine und Belarus kamen 25% der Touristen.

Mittlerweile sind viele Familienmitglieder, die vorher auswärts gearbeitet haben, ohne Arbeit. Sie kommen zurück in die Dörfer, zu ihren Eltern und Kindern. Sie versuchen zu überleben von allem was die Familie und Dorfgemeinschaft übrig hat. Einige Familien haben kleine Gärten, eine Kuh, Ziegen oder Hühner.

Ein Tageslohn bei uns im Dorf (Teeplantage) beträgt 1.000 Rs. Vor 2 Monaten entsprach das 4,50 €, jetzt nur noch 2,66 €. Gleichzeitig sind die Lebensmittel- und Energiepreise extrem gestiegen. Man sollte denken, das zumindest die Teeproduzenten die Löhne schnell anpassen würden, weil sie ihre Ware für Dollar verkaufen. Leider gab es da bisher keine Anpassung. 

Viele unserer Nachbarn mussten ihre Mahlzeiten halbieren und strecken, essen nur noch 1-2 kleine Mahlzeiten. Täglich Reis, kleine Beilagen, Blätter aus dem Wald. Obst ist mittlerweile unbezahlbar. 

Willkommen ist jede Spende. Ich sammel das Geld hier in Deutschland,  überweise es an meine Frau in Sri Lanka. Gemeinsam mit einem Nachbarn macht sie die Einkäufe und verteilt alles an Nachbarn in Not und Menschen die hilfesuchend an unsere Tür klopfen. Meist Mütter mit Kleinkindern.

 

Dies ist mein erstes Projekt hier, darum möchte ich mich kurz vorstellen. 

Ich bereise Sri Lanka seit 31 Jahren, habe dort meine soziale Ader entdeckt. Es begann mit einem spontanen Volontariat über 5 Monate (1991/2) an einer singhalesischen Schule in Arugam Bay. Es war eine schwierige Zeit, mitten in einem Bürgerkriegsgebiet. Kein Strom, Ausgangssperre im Dunkeln, Schießereien und Anschläge im Hinterland und Landminen entlang der einzigen Straße zur Bay. Meine erste Aktion damals war die Schule mit neuen Schulbüchern auszustatten, die ich von der Asia Foundation erhielt.

Nach der Tsunami von Weihnachten 2004 begann ich mit privaten Projekten. Ich sammelte in Sri Lanka Reiseforen und auf Flohmärkten Spenden für Schulen und Menschen in Not. Meine erste Hilfe ging mit 100 Lebensmittelpaketen an Tsunami Opfer in Arugam Bay. Ich übernahm Patenschaften, baute Spielplätze, Toiletten und Wassertanks an Schulen rund um Haputale auf. Hinzu kamen Lebensmittel- und Sachspenden für Familien, Schulsachen und Kleidung für Schüler:innen, Wiederaufbau von Wohnraum nach Erdrutschen, ein kleines Haus für eine Familie, Fertigstellung eines Kindergarten, Hörgerät mit Therapien für ein Kleinkind und Einladung von zwei Gastschülerinnen nach Kiel. Sie blieben 7 Monate, lernten unsere Kultur, Sprache und Familienleben kennen. 

So viel Verbundenheit zu Sri Lanka, da fand ich dann auch zu meiner Liebe, eine langjährige Freundin, mittlerweile sind wir glücklich verheiratet. Zu unserem Familienglück gehören zwei liebenswerte Kinder und unsere beiden Hunde. Wir leben im zentralen Hochland, einem Teepflückerdorf außerhalb der Provinzhauptstadt Badulla. Rundherum wird Tee angebaut. 

Die meisten unserer Nachbarn leben in traditionellen Langhäusern, bestehend aus  Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche. Manche mit, manche ohne Bad/WC. Wasser kommt aus einer Sammelstelle am Dorfrand. In jeder Einheit wohnen Familien mit 5-10 Mitgliedern. Sie teilen sich 1-2 Betten. Dies sind meist die Alten und die Kinder, die aufeinander aufpassen während die Eltern zur Arbeit gehen. Manche in der Teeplantage,  andere in der nächsten Stadt,  weit entfernt an der Küste oder für 2+ Jahre als billige Arbeitskräfte im Ausland, z. B. Vereinigte Arabische  Emirate, Saudi Arabien, Kuwait, etc.

Mit meiner Familie änderte sich auch das Zielgebiet meiner Projekte. Ich begann mich für die Menschen im Dorf meiner Frau einzusetzen. Erste große Aufgabe war ein behindertes Kind, das keine normale Schule besuchen kann. Ich fand eine geeignete Schule, einen Fahrer, einen deutschen Verein und eine deutsche Familie, die gemeinsam mit mir den Schulbesuch ermöglichen. Seit Januar 2022.

Für den Monat April 2022 startete ich zwei neue Projekte für unser Dorf, die dank Spenden aus Reiseforen umgesetzt worden. Es kamen 1.360 € für über 700 kg Lebensmittel plus Hygieneartikel, Babysachen, Rechnungen, Medikamente und Direkthilfe zusammen. Weitere 500 € reichten für 17 Schüler:innen (Schulsachen) und Lebensmittelpakete. Mittlerweile sind diese Mittel aufgebraucht.

Leider wurde mir seitens eines Reiseforum mitgeteilt,  daß es keine weiteren Spendenaufrufe unterstützten kann, weil es zu viele Projekte gibt, die ebenfalls Unterstützung suchen. Das eigentliche Ziel sollen Themen zu Reisen in Sri Lanka bleiben. Ein Wunsch, den ich gut nachvollziehen kann, auch wenn gerade da die meisten Helfer zu finden waren. Darum versuche ich nun mit meinem neuen Projekt Sri Lanka Help - Social Projects und hier bei Spendenseite mein Glück. 

 

Die Fotos zeigen unsere Dorfjugend bei einer kleinen Feier (2021) an einem hinduistischen Tempel. Sie essen eine Süßspeise von Bananenblätter. Andere Fotos zeigen Spenden, die wir im April 2022 im Dorf verteilt haben. Sowie ein Lebensmittelpaket für eine Familie Mitte Mai 2022.



Es wurden noch keine Aktualisierungen für diese Aktion eingestellt.








2 Spenden
€ 50,00