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Endlich nach 46 Jahren ein neues Leben anfangen !!


Guten Tag an alle die das hier lesen.
Mein Name ist Yvonne und ich bin 46 Jahre alt.
Zu meiner Familie gehören mein Sohn,der 20 Jahre alt ist und studiert,meine Schwiegertochter (19) die gerade in der Lehre ist und meine knapp 2 Jahre alte Enkeltochter.
Alle 3 wohnen bei mir,weil finanziell es aktuell nicht möglich ist das sie alleine wohnen.
Für mich ist das eine Herzensangelegenheit für sie da zu sein,so wie es immer in meinem Leben war.
Ich war immer für alle da und habe dabei selbst vergessen an mich zu denken.
Mein Leben,da könnte ich ein Buch schreiben.
Als letztes Kind von 4 Kindern geboren,meine Eltern Alkoholiker,die es nicht schafften,mich als Nesthäckchen zu beschützen.
Vor lauter Verwahllosung und Hunger habe ich damals schon angefangen alles zu essen was mir in die Quere kam.
Mit 18 bin ich dann ausgebrochen und bin zu meinen Partner geflüchtet.
Was ich nicht sofort mit bekam,er war gewalttätig.
Also aß ich auch dort,aus Kummer,aus Verzweiflung und nach 2 Jahren Beziehung schaffte ich den Absprung von ihm.
Mein Leben fuhr in ruhige Fahrwasser,lernte meinen ersten Mann kennen und ein Kinderwunsch entstand.
Endlich einen Menschen das geben was man selbst immer vermisste: LIEBE !!
Ich wurde dann schwanger und zog zu ihm,ganze 900km weit weg von meiner Heimat.
Ich dachte,alles wird gut.

Mein Sohn wurde 2001 geboren und ist noch heute mein ganzer Stolz.
Ich dachte,nun schaffe ich es das Frustessen zu lassen.
Aber es klappte nicht.
Ich erfuhr das der Kindesvater hohe Schulden hatte,die er mir verschwieg.
Es war ein Leben auf einem Drahtseil.

Tortzdem folgten dann ein paar schöne Jahre wo ich es auch schaffte das Frustessen sein zu lassen.
Bis dann im November 2006 mein geliebter Bruder plötzlich verstarb.
Er wurde gerade mal 38 Jahre alt. Es war in dem Moment als wenn die Welt aufhört sich zu drehen.
Ab da fing dann erst recht mein Überlebenskampf an....seit 15 Jahren nun....

2007 erkrankte ich das erste mal an Gebärmutterhalskrebs.
Es  wurde ein Teil des Gebärmutterhalses entnommen und wieder habe ich Kummeressen gemacht.
Ich schaffte es den Krebs zuerst zu besiegen.
Jeder wird wissen,was es heisst seinen 6 Jahre alten Sohn das erklären zu müssen.
Zu der Zeit bekam ich dann leider meine erste Thrombose die mir mit den Jahren noch große Sorgen machen sollten.
2009 kam dann die Trennung von dem Kindesvater,die mir 3 Jahre zusetzen sollte.
2010 verstarb dann meine Mutter nach kurzer schwerer Krankheit....der Krebs machte auch vor ihr nicht halt.....10 Monate später verstarb mein Vater auch an Krebs. Beide wurden gerade mal 66 und 71 Jahre alt. Auch wenn sie meine Kindheit zur Hölle machten,sie waren meine Eltern.

2011 kam dann was kommen musste....der Krebs war bei mir zurück.
Jeder wird ahnen können was es heisst,seine Eltern innerhalb von 10 Monaten zu verlieren und dann selbst um sein eigenes Leben zu kämpfen.
Ich wurde operiert,es folgte Therapie und wieder schaffte ich es,mein Leben zu retten.
Mein Körper ging immer weiter aus der Form.
Es war mir langsam egal. Depressionen folgten und die Erkenntnis warum gerade ich so ein Leben haben muss.
Dann 2014 erkrankte ich an einer beidseitigen Lungenembolie.
Nur ganz knapp schaffte ich es auch da diese zu überleben.
Meine Knochen waren zudem so kaputt das 2015 beide Schultern operiert werden mussten.
2016 dann eine Rechtsherzschwäche und wieder Krankenhaus.
2017 dann ein schwerer Verkehrsunfall in dem ich mir das linke Bein zertrümmerte.
8 Monate war ich auch da zuhause und aß und aß.
Ich kannte ja nichts anderes als mein Kummer,mein Unheil zu ertragen.
2018 dann verstarb meine geliebte Schwiegermutter und ich dachte mein Leben hört auf.
Und dann....dann kam der Punkt wo ich merkte,ich muss was tun.
2019 erzählte mir mein Sohn das ich Oma werde.
Ich überlegte,wie wir das stämmen sollen und trotzdem nahm ich seine Freundin bei mir auf.
Ich empfand wieder Lebensfreude.
Damals hatte ich 143kg auf der Waage.
Jedes Kilo erzählte mein Leben aber mit der Nachricht das ich Oma werde,wollte ich endlich das los werden,mein altes Leben abstreifen.
Ich nahm langsam aber stätig ab. Das erste...ich ließ den Zucker weg...dann Kohlenhydrate und später folgte dann Ernährungsumstellung und Sport.
Mit der Geburt meiner Enkelin im August 19 hatte ich schon 20kg runter.
Ich bin eine stolze Oma und meine Enkelin gab mir ein Stück weit mein Leben wieder.
Im Februar 2020 hatte ich dann 110kg auf der Waage und mit der Reise in ein neues Leben verlor ich dann aber meinen Mann.
Ich musste also alleine weiter das Leben leben.
Auch wenn mein Sohn mit seiner Familie da ist,so fühlte ich mich einsam und verlassen.
Es folgten Panikattacken und Angstzustände und mein altes Leben überrollte mich.
Im August 20 dann der erste Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik.
Ganze 10 Wochen war ich dort und räumte mein Leben auf und trotzdem ich dort schon 40kg weg hatte hasste ich mich und meinen Körper.
Meine Selbstwahrnehmung war eine ganz andere als es andere sehen.
Ich finde mich hässlich,ich finde mein Bauch schlimm,die Fettschürze die da schon runter hing.
Ich liebte mich nicht mehr,trotzdem wurde ich dann im November20 entlassen.
Ich habe in der Klinik weitere 10kg abgenommen und hatte nun von 143kg auf 90kg abgenommen.

Dann kam ein ganz schlimmer Moment im Dezember 20 als ich meine Beagle-Hündin gehen lassen musste. Sie kam 2007 in mein Leben als nach dem Tod meines Bruders das erste mal ich Bekanntschaft mit Panikattacken und Zwangszuständen machte.

Im Januar 21 dann kamen Suizidgedanken,hervorgerufen durch falsche Menschen.
Keine Enkelin,kein Sohn,keine Freunde haben mir helfen können.
Es folgte ein weiterer Aufenthalt in der Psychatrie.
Ich musste lernen mich zu mögen aber wie kann man das machen,wenn man an sich die 46 Jahre Leben sieht?
Jedes mal wenn ich mich nackt angucke,habe ich ekel vor mir selbst.
Ich sehe was mein Leben mit mir gemacht hat.
Trotzdem möchte mir die Krankenkasse nicht helfen,trotzdem in beiden Entlassbriefen steht das ich meinen Körper und besonders meinen Bauch nicht annehmen kann.
Ich bin verzweifelt wenn ich in den Spiegel gucke und mich um den Bauch rum verhüllen muss damit ich es nicht sehen muss.
Ich habe nun 46 Jahre meines Lebens gelebt.
Heute bin ich bei 88kg.....also 55kg abgenommen und möchte endlich mit einer OP mein altes Leben los werden.
Ich halte mein Gewicht ,ich mache Sport,ich achte auf die Ernährung und will endlich glücklich sein aber mein altes Leben in Form meines Bauches lässt mich immer wieder dran erinnern wie die Vergangenheit mit mir umgegangen ist.
Ich möchte leben.....mich achten können und stolz drauf sein was ich geschafft habe.
Und mit meiner Enkelin toben und lachen und unbeschwert sein.
Diese OP zur Bauchdeckenstraffung würde mir das Glück endlich zurück geben.
Ich danke jeden der meine Geschichte bis zum Ende gelesen hat und mich unterstützt.
Ich möchte doch einfach nur ein Stück weit auch glücklich sein.....endlich nach so einem bewegten Leben.
Danke für eure/ihre Unterstützung



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