Durchhalten bis zur Augen OP

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Ihr Lieben,

Wie ihr ja wisst, lebe ich seit einer Weile in Portugal. Vor etwa 8 Monaten bin ich hier aufgrund einer plötzlich auftretenden Netzhautablösung fast erblindet. Leider wurde die Netzhautablösung erst nach 7 Wochen erkannt, weil mein Rescue Arzt im Gesundheitszentrum sie für psychische Symptome und Halluzinationen hielt und mich statt zu einem Augenarzt zu einem Psychologen überwies, der Wochen lang die wildesten Kindheitsgründe und angebliche psychische Fehlfunktionen vermutete, ohne mich zum Augenarzt zu überweisen. 
Ich habe nach der ersten Und zweiten OP ein halbes Jahr im Bett beziehungsweise auf dem Schreibtischstuhl verbracht, durfte keinen Haushalt eigenständig führen und keinen Sport machen, da ich mich körperlich nicht belasten durfte. Trotz allem habe ich es mit viel Unterstützung noch geschafft meinen Bachelor abzuschließen - mit einem Sehvermögen von 1,5 % auf dem rechten Auge! - und sogar mit einer 2.

Die Ärztin, die hier die fachärztliche Überweisung  nicht für notwendig gehalten hat, streitet bis heute alles ab und schiebt die Schuld auf die damalige Übersetzerin. Die Ärztin weigerte sich damals Englisch mit mir zu sprechen, man sei schließlich in Portugal und sie sei kein Sprachenlehrer sondern Ärztin und wenn ich Hilfe möchte, solle ich erstmal die Sprache des Landes sprechen lernen, war ihre Aussage. Die Portugiesische Übersetzung einer brasilianischen Freundin wurde nicht akzeptiert, da die Ärztin sich eine Portugiesin aus Madeira als Übersetzerin wünschte, etc. kurzum: es scheiterte hier im Behandlungsverlauf oft an bürokratischen und nationalistischen Hürden, die nicht hätten sein müssen.

Inzwischen sind die Ärzte hier zugänglicher und es weigern sich auch viele nicht mehr Englisch mit mir zu sprechen oder langsames Portugiesisch - nur die Krankenschwestern im Krankenhaus und in der Anmeldung stellen sich oft quer.  Und verweigern die Gespräche aufgrund der eingeschränkten Sprachkenntnisse. Wird nach einer Englischsprachigen Schwester gefragt, landet das Telefon von deren Seite nicht selten wieder auf dem Schreibtisch - mit einem Tuten in der Leitung.

Zwischenzeitlich wurde meine Sehkraft wieder besser, im Januar habe ich einen Job auf dem Festland angefangen und hatte sogar die Aussicht meinen Führerschein, den ich im Februar 2021 angefangen hatte, weiter zu machen.

Als Folge der Augenoperation hat sich nun aber eine weitere Augenkrankheit eingeschlichen, die mich jeden Tag schlechter sehen lässt und mir das Augenlicht mehr und mehr nimmt. Ich sehe inzwischen wieder nur 5% auf dem Auge. Mein Augenarzt Dr. Nuno hat meine Arbeitserlaubnis auf 2-3 Stunden pro Tag limitiert.

Aufgrund der Regelungen der Sozialversicherung bekomme ich hier in Portugal erst nach 6 Monaten Arbeitsdauer vor Erkrankungstag finanzielle Unterstützung in Form von Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Da ich die 6 Monate vor Aufnahme meines Arbeitsvertrages krank geschrieben war, bekomme ich somit keinen Lohnersatz. Die Segurança Social teilte mir mit, dass man mir hier nicht helfen könnte, da Portugal ein so armes Land ist und ich doch zurück in mein Heimatland gehen solle, wenn ich krank bin, selbst wenn ich dort weder eine Adresse noch Versicherungen hätte. Auch eine Haushaltshilfe könne man mir nicht geben (mein Sehvermögen verschlechtert sich rapide bei geringer körperlicher Belastung).

Eine Rückreise ist aber aufgrund der Erkrankung und der Gas-Behandlung im Auge temporär ausgeschlossen. Ich bin Flug- und reiseunfähig aus diesem und einem weiteren Grund.

Mein Augenarzt ist sehr bemüht meinen für Juli angesetzten OP-Termin vorzuverlegen und versucht sein Bestes, mich auf der Warteliste nach vorne zu schieben. Aber es dauert und ich erblinde schrittweise.

Da ich hier bis zur OP und ca. 6 Wochen nach der OP aber irgendwie essen, wohnen und schlafen muss, etwas Geld für Medikamente und eine Haushaltshilfe sowie Nagel- und Hautpflege benötige (ich sehe meine Füße nicht mehr) und die Segurança Social sowohl des Hospital Nelio Mendonça als auch der Insel Madeira nicht bereit ist hier finanziell zu helfen, bitte ich euch auf diesem Weg um finanzielle Unterstützung. Das Sozialsystem in Portugal ist leider fernab von dem, was wir in Deutschland gewohnt sind. 

Ich benötige Geld, um meinen Lebensunterhalt bis voraussichtlich Ende Juni zu finanzieren. Wer ein Nagelstudio kennt oder eine Reinigungskraft, die mir hier vor Ort günstig entgegenkommen könnte oder jemanden kennt, der mich ab und an mal die 20 Minuten zum Krankenhaus fahren kann, hilft das auch.

Ich rechne mit einer Überbrückungszeit von ca. 3 Monaten und benötige dafür ca. 2000 EUR. Wer  nicht über Facebook spenden will, kann mich gerne auch per Direktüberweisung oder Paypal unterstützen und ich stelle sonst auch gerne mein Wissen über Websiteerstellung, digitale Onlinekurse und Selbstverteidigung als Gegenleistung zur Verfügung - gerne als Telefonat oder Zoom-Call auf Freiwilligenbasis.

Ich danke euch allen ganz lieb !! Auch allen, die mir bisher schon so doll geholfen haben und wünsche mir und euch viel Gesundheit und Alles Liebe ! ❤️❤️❤️🍀☀️



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