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Aus Trauma werde Bewältigung


Hallo, ich bin Birgit. Es fällt mir nicht leicht diesen Weg zu gehen, aber ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen. Dabei möchte ich doch nur arbeiten gehen können. 

Es tauchen immer mal wieder Aussagen auf, nach dem schlimme Dinge, die sehr jungen Kindern passieren, scheinbar nicht so schlimm sind, da sie sich ja noch nicht bewusst erinnern können. Auf der einen Seite: ja, man kann sich tatsächlich nicht direkt bewusst daran erinnern. Und was ist mit dem ganzen Rest? Ich bin jetzt 49 und vor 49 Jahren fingen die Traumatiserungen an. Woher ich das weiß? Es gab schon im ersten Lebensjahr zwei verschiedene gravierende Traumatiserungen. Ich wusste nicht was passiert war, ich kam nur permanent in Situationen, in denen mein Körper und meine Seele komplett in Panik bis hin zu Todesangst gerieten und ich die Welt nicht mehr verstanden habe. Es gab ja noch keine bewussten Erinnerungen. Nach Jahrzehnten fing ich an zu graben. Erst habe ich recherchiert und grobes darüber herausgefunden. Später kamen dann auch noch Flashbacks. Die Vorstellung von Missbrauch an Säuglingen ist furchtbar? Glauben Sie mir, das ist nichts gegen die Flashbacks. Bei jedem Flashback sehe und spüre ich auch noch was mir angetan wurde.

Wieso ich nicht mehr nur das ausstrahle? Zum einen dissoziiert mein Gehirn, zum anderen habe ich einen Grundsatz. 5 Minuten Kopf in den Sand stecken ist in Ordnung, danach muss man sich mit etwas das einem gut tut beschäftigen. Freudetagebücher sind auch wichtig. Sie erinnern einen in furchtbaren Situationen an wundervolles.

Das unpraktischste daran, so früh ein Opfer zu sein ist, dass man auch von anderen weiter zum Opfer gemacht wird. Das wird sich nie komplett in Luft auflösen, aber ich habe sooo viel erreicht. Ich habe auch einige Zeit durch extreme Bewegungsstörungen im Rollstuhl verbracht. Ich bin da wieder raus, auch, wenn nicht alles weg ist.

Mein Traum: ich will wieder arbeiten können. Mir fehlen dazu noch Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Konzentration, Fokussierung und Merkfähigkeit. Das alles ließe sich mit Rad fahren verbessern, wobei meine Knie nur bei Sporträdern nicht anfangen herumzuzicken. Neben dem Aufbau von Kraft und Ausdauer wirkt die wechselnde rechts-links-Bewegung beim Treten genauso wie die rechts-links-Wechsel, die genauso in therapeutischen Methoden bei Traumaarbeit eingesetzt werden. Meine früheren Räder habe ich leider weggeben als ich im Rollstuhl war und nicht wusste, ob ich jemals wieder herauskomme.

Freunde und Bekannte meinten ein Gravelbike, oder sogar ein E-Gravelbike, wäre gut, weil ich damit auch auf Feld- und Schotterwegen abkürzen könnte. Dazu ein bisschen Zubehör, um meine Gesundheit beim Aufbau im Blick zu behalten. Der Haken ist, dass Pandemie bedingt, durch den Kaufrausch bzgl. Fahrrädern, die Preise durch die Decke gehen und so gar nicht kompatibel mit meiner winzigen Rente sind.

Den Betrag lasse ich offen, da ich nicht weiß, wie sich die Preise weiter entwickeln. Wenn ich die benötigten Dinge habe, schließe ich den Spendenaufruf.

Ich helfe gerne bei Veranstaltungen oder Freunden, soweit es mir möglich ist,  nur an diesem Punkt weiß ich mir selbst nicht anders zu helfen, als um Hilfe zu bitten.

Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie / ihr mir helfen würdet. Ich möchte so gerne wieder arbeiten können.

Vielen Dank im Voraus.

Herzliche Grüße Birgit

Birgit Wunsch
19-11-2021

Herzlichen Dank für die anonyme Spende und die Spende von DG



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